Dass immer mehr deutsche Unternehmen die Social Media aktiv nutzen, ist allseits bekannt. Doch nachdem wir in den vergangenen Tagen über die fehlenden Strukturen und nicht vorhandenen Strategien berichtet haben, wurde nun bekannt, dass die meisten Mitglieder von sozialen Netzwerken mit den Aktivitäten der Unternehmen in der Social Media unzufrieden sind. Was auf den ersten Blick für manch einen Unternehmer überraschend sein dürfte, dürfte für unsere Branche selbstverständlich sein. Aufgrund der fehlenden Strukturen können viele Betriebe nicht aktiv mit den Netzwerken arbeiten. Doch anstatt nach entsprechenden Lösungsansätzen zu suchen, zeigen sich viele Unternehmen eher zurückhaltend. Zum einen mangelt es den Betrieben an dem nötigen Fachwissen in diesem Bereich, zum anderen scheinen sie teilweise aber auch die Bedeutung der sozialen Medien noch nicht erkannt zu haben. Fakt ist, dass mit der Unzufriedenheit von Seiten der Mitglieder auch das Image eines Betriebes leidet. Was genau sich hinter den aktuellen Meldungen verbirgt, möchten wir in diesem Beitrag klären.

Immer mehr Mitglieder nutzen Social Media für Kontakt mit Unternehmen

Zahlreiche Menschen sind in sozialen Netzwerken aktiv. Sie nutzen die Portale, um sich mit Freunden und Bekannten auszutauschen und letztlich auch um sich zu informieren. Immer mehr Mitglieder nehmen über die Plattformen aber auch Kontakt zu Unternehmen auf. Die Gründe, die hinter der Kontaktaufnahme stehen, sind sehr verschieden. Während sich die einen ausschließlich für Fragen an die Betriebe werden, wickeln andere Beschwerden und Anregungen über die sozialen Netzwerke ab. Dabei werden vor allem Twitter und Facebook für die Kontaktaufnahme zu Unternehmen genutzt. Im Rahmen einer Studie von der Unternehmensberatung Brand Science Institute wurde ermittelt, dass 58 Prozent der User sich bereits mit entsprechenden Anliegen an Unternehmen gewandt haben.

Große Unzufriedenheit bei Social Media Mitgliedern

Dabei ist die Masse der Mitglieder mit den Social Media Aktivitäten der Unternehmen unzufrieden. So gaben 61 Prozent der befragten User bei der Studie an, dass die kontaktierten Unternehmen nicht auf ihre Anfragen eingegangen seien. Demnach erhielten die Mitglieder von den Betrieben keine oder eine nicht ausreichende Reaktion. Nur 26 Prozent gaben im Rahmen der Umfrage an, dass sie mit den Aktivitäten der Betriebe zufrieden sind. Der Geschäftsführer der Unternehmensberatung beschrieb infolge des Ergebnisses das Agieren der Unternehmen als reinen Aktionismus. Dass gerade die deutschen Unternehmen eher passiv mit der Social Media arbeiten, ist nicht zu übersehen. Dabei liegt der Fehler jedoch nicht immer bei den Mitarbeitern der Unternehmen, sondern in erster Linie bei den Verantwortlichen, die die Planung der Aktivitäten in den sozialen Netzwerken übernehmen.

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