Obwohl die Social Media für Verbände erhebliche Chancen mit sich bringt, zeigen sich diese in Deutschland weiterhin vergleichsweise distanziert. Das hat eine Umfrage des Softwareanbieters Intraworld ergeben. Dabei könnten die sozialen Medien langfristig erhebliche Probleme der Verbände lösen. Warum sich diese jedoch kaum an den Möglichkeiten bedienen, liegt verschiedenen Ursachen zu Grunde. Fakt ist jedoch, dass zahlreiche Verbände auf Bundesebene an Mitgliederschwund und immer älteren Mitgliederstrukturen leiden. Langfristig könnten gerade diese beiden Probleme den Verbänden das Genick brechen. Doch dass sich etwas ändern muss, haben scheinbar auch die Verbände begriffen, zumindest wenn man die Umfrage von Intraworld betrachtet. Immerhin ist eines der Kernergebnisse, dass die Verbände künftig stärker die sozialen Netzwerke nutzen möchten. Dabei ist es das Ziel, durch die Social Media eine jüngere Zielgruppe anzusprechen. Was die Umfrage im Detail ans Licht brachte, möchten wir heute klären.

Nur 10 Prozent nutzen Twitter und Co

Wenn Verbände durch die Social Media jüngere Mitglieder ansprechen möchten, dann müssen sie möglichst schnell handeln. Zweifelsohne ist in diesem Bereich deutliches Handlungspotenzial zu erkennen. Immerhin nutzen laut der aktuellen  Umfrage nur 10 Prozent der Verbände Twitter und soziale Netzwerke wie Facebook und Xing. Nur jeder zehnte Verband besitzt zudem eine verbandsinterne Community. Eine solche Community ist eine hervorragende Möglichkeit, um den Wissensaustausch unter den Mitgliedern zu verbessern. Die Gründe, warum die Verbände die Social Media und deren Möglichkeiten nur selten nutzen, sind verschieden. Offensichtlich ist jedoch, dass sich viele Verbände vor dem Verwaltungsaufwand fürchten und diesen als zu hoch einschätzen. Aber auch die Angst vor sinkendem Respekt wurde bei der Umfrage als Grund für die Zurückhaltung genannt. Gleiches gilt für die Angst vor etwas Neuem.

Verbände hinken bei neuen Medien hinterher

Die deutschen Verbände hinken offensichtlich bei der Nutzung der neuen Medien den Unternehmen auf Bundesebene hinterher. Dabei verbinden nur fünf Prozent der Befragten mit den sozialen Netzwerken einen Wettbewerb. Alles in allem bleibt jedoch das Licht am Ende des Tunnels bestehen. Immerhin verwiesen drei von fünf Vertretern darauf, dass sie die Social Media im kommenden Jahr intensiver nutzen möchten. Dabei genießt in erster Linie die eigene Online-Community eine hohe Wertschätzung.  Aber auch Blogs und Wikis scheinen sich bei den Verbänden auf dem Vormarsch zu befinden. Hingegen schätzt nur jeder fünfte Verbandsvertreter Microblogging-Dienste als wichtig ein. Ein Drittel der Befragten kannte den Begriff Microblogging bei der Umfrage überhaupt nicht. Einzelne Verbände erhoffen sich durch die sozialen Medien einen besseren Informationsfluss.

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