Der Handel hat sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene längst das Internet für sich entdecken können und nutzt es aktiv als Vertriebsweg. Doch während die Handelsunternehmen anderer Länder schon längst die Social Media für sich entdecken konnten, zeigt sich in Deutschland ein anderes Bild. Noch immer ist der deutsche Handel gegenüber der Social Media vergleichsweise distanziert und nutzt sie oft nur sporadisch. Dieses Bild zeigt sich vor allem bei der Budgetplanung. Obwohl bei ihr das Onlinemarketing eine wachsende Aufmerksamkeit erlangt und einen wichtigen Posten in den Bereichen der Werbeausgaben einnimmt, sind die finanziellen Mittel, die für das mobile Marketing und die Social Media zur Verfügung gestellt werden, gering. Ein gegensätzliches Bild zeigt sich bei den Strategien der Entscheider.

Entscheider beziehen Social Media ein

Geht es nicht um das Budget des deutschen Handels, gewinnt die Social Media immer deutlicher an Fahrt. Immer mehr Entscheider haben die Potenziale von sozialen Netzwerken erkannt und lassen sie in die Strategieplanung einfließen. Doch obwohl man sich bewusst ist, dass die Aktivitäten in den Social Networks schier unerlässlich sind, zeigt sich bei der Budgetplanung ein distanziertes Bild. Geht es um die Verteilung der Werbeausgaben, profitiert zwar das Onlinemarketing, doch sowohl die Social Media als auch das mobile Marketing kommen vergleichsweise schlecht weg. An genau dieser Stelle möchten viele Unternehmen nicht investieren. Die Gründe dafür mögen sicherlich verschieden sein, doch das Vorgehen, das der deutsche Handel definiert hat, könnte kaum gegensätzlicher sein. Nach den Ergebnissen des Marketingmonitors 2010/11, der vom EHI Retail Institute durchgeführt wurde, setzen die Handelsunternehmen im Mediamix auch weiterhin auf die klassische Handelswerbung. Demnach bleibt sie auch weiterhin das Flaggschiff des deutschen Einzelhandels, belastet aber auch die modernen Werbeformen. Sie müssen bei der Budgetplanung erhebliche Einbußen hinnehmen.

Klassische Werbeformen verlieren an Boden

Doch obwohl der Großteil des Budgets in die klassischen Werbeformen fließt, verlieren auch diese an Boden. Aktuell fließen rund 58 Prozent der Werbeetats in Print-Anzeigen, Kataloge und Flyer. Im Vergleich zu 2007 handelt es sich um einen beachtlichen Rückgang, denn zu dieser Zeit investierte der Einzelhandel noch satte 70 Prozent in die traditionellen Werbeformen. Dieser Trend setzt sich nach Einschätzungen von Experten auch in den kommenden Jahren fort. So sollen die traditionellen Werbeformen 2013 nur noch 53 Prozent des Budgets in Anspruch nehmen können. Hingegen sollen im gleichen Jahr immerhin schon 47 Prozent in die neuen Marketingmaßnahmen und somit auch in die Social Media fließen.

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