Die Social Media gewinnt in Deutschland immer deutlicher an Bedeutung. Fesselten die sozialen Netzwerke in der Vergangenheit überwiegend Jugendliche und Junggebliebene, erkennen heute auch immer mehr deutsche Unternehmen, welche Möglichkeiten hinter dem Social Web stecken. Doch während man auf nationaler Ebene ab und an den Anschein erlangen dürfte, dass sich Deutschland alles in allem auf einem guten Weg befindet, zeigt die Wave-Studie, die bereits zum fünften Mal durch Universal McCann veröffentlicht wurde, ein anderes Bild. Im Rahmen der Wave-Studie wird die weltweite Social Media Nutzung genauer unter die Lupe genommen. Der internationale Vergleich zeigt, dass die Deutschen das Potenzial der Social Media auch weiterhin nicht ausschöpfen. Insgesamt bezieht die Wave-Studie 50 Länder in die Ermittlung ein. Dabei wurden insgesamt 37.600 Internetnutzer zu der Social-Media-Nutzung befragt.

Deutsche weiterhin verhalten

Dass die Ergebnisse der aktuellen Wave-Studie durchaus überraschend sind, zeigt ein Blick auf die Details. Während in China und Indien die Internetverbreitung zwar nur gering ist, ist die Social Media Nutzung umso höher. Ein gegensätzliches Bild zeigt sich in Deutschland. Trotz der hierzulande starken Internetverbreitung ist die Nutzung der Social Media vergleichsweise verhalten. Im Vergleich zu den anderen Ländern nutzen die Deutschen die Social Media Portale wesentlich weniger. Dabei ist es vor allem die passive Nutzung, die bei den deutschen Internetusern überwiegt. So schauen sich zwar zwei Drittel der deutschen Nutzer Videos bei Bewegtbilderportalen an, doch nur 13 Prozent laden selbst Videos hoch.

Unterschiede bei der Anzahl von Kontakten

Unterschiede zeigen sich ebenso bei der Anzahl der Kontakte und Freundschaften pro User. In Italien haben die Internetnutzer mit durchschnittlich 66 Kontakten die Nase im internationalen Vergleich vorn. Ein US-amerikanischer Nutzer hat im Durchschnitt 53 Freundschaften. Damit hat er einen Kontakt mehr als der statistische Weltbürger. Die Schlusslichter sind im internationalen Vergleich Deutschland und Frankreich. Trotzdem konnte die Anzahl der Follower im Vergleich zur letzten Studie in Deutschland stark steigen. Waren es zuletzt 14 Follower liegt die Zahl bei der aktuellen Studie bereits bei 41. Eine größere Aufmerksamkeit wird dabei Marken als Kontakt zuteil. Verfügten bei der letzten Wave-Studie nur 10 Prozent der Nutzer über eine Marke als Freund oder Kontakt, liegt der Anteil bei der aktuellen Umfrage bereits bei 30 Prozent. Dies kann vordergründig damit begründet werden, dass immer mehr Unternehmen die Möglichkeiten der Social Media in Anspruch nehmen. Die wachsende Zahl der Nutzer, die über Marken verfügen, ist zugleich ein deutliches Signal an die Unternehmen, die sozialen Netzwerke noch aktiver zu nutzen.

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