Noch vor wenigen Jahren war die allgemeine Richtung der SEO klar: Der Linkaufbau gehörte zu den wichtigsten Disziplinen überhaupt. Doch das Bild hat sich geändert. Google hat zum wichtigen Umdenken geführt und sorgt dafür, dass das klassische Linkgeschäft nicht mehr ansatzweise so viel Aufmerksamkeit genießt wie einst, dafür allerdings Inhalte im Fokus stehen. Wer bei Google und Co Toppositionen landen möchte, muss sich einst vor Augen halten: Sowohl viele Links, von denen einige vielleicht aus zweifelhafter Quelle stammen als auch eine hohe Keyworddichte, sind kaum der richtige Weg für gute Platzierungen. In den letzten Jahren setzte sich in unserer Branche eine wahrhaft beeindruckende Entwicklung durch. Auf breiter Linie wurde verstanden, dass die einstigen Kerndisziplinen Linkaufbau auf der einen Seite und technische Onpage-Optimierung auf der anderen schlichtweg nicht mehr ausreichen. Die Qualität der Inhalte ist wichtig und sorgt dafür, dass dem Nutzer mittlerweile vor allem eines geboten wird – ein höherer Mehrwert. Die Verschiebung der Prioritäten macht sich mittlerweile auch in den Online-Marketing-Budgets breit.

Permanente Änderungen

Eines ist sicher: Langweilig wird es in der SEO nie, denn die Disziplin gehört zu jenen im Online-Marketing, die sich permanent verändern.  Ein ehemaliger Mitarbeiter von Google erklärte im Rahmen der SEO Campixx in Berlin, dass es weniger die groß diskutierten Updates sind als vielmehr die vielen kleineren, dafür aber permanenten Rankingfaktoren, die in Beobachtung bleiben müssen. Jedes Jahr werden vom Suchmaschinenprimus mit Blick auf das Ranking mehrere hundert Aktualisierungen durchgeführt. Sie basieren wiederum auf mehreren zehntausend Experimenten. Natürlich ist es verlockend, möglichst viele Änderungen vorzunehmen, wenn das eigene Projekt letzten Endes einer eben dieser Änderungen zum Opfer fällt. Doch gerade dann gilt es, einen kühlen Kopf zu bewahren. Setzt sich eine Über-Optimierung durch, ist es keine Seltenheit, dass die jeweilige Webseite von einem Filter in den Nächsten rutscht. Eine wirkliche Verbesserung ergibt sich dadurch nicht.

Genaue Dokumentation ist wichtig

Die zahlreichen Änderungen und Updates zeigen, dass es ratsam ist, alles genauestens zu dokumentieren. Dies gilt sowohl für Anpassungen bei der inhaltlichen Gestaltung als auch für Veränderungen auf technischer Seite. Wird alles genauestens festgehalten, können mögliche Ursachen für Rankingverluste schnell ausgemacht werden. Dadurch bietet sich Unternehmen die Möglichkeit, deutlich schneller zu handeln. Für einige Webmaster wäre es zudem ratsam, dass sich einzelne Unterseiten zum einen deindexieren lassen und zum anderen Google gezielt Unterseiten mit hochwertigen und nutzwertigen Informationen anbieten. Die Aufgabenbereiche von SEO-Agenturen haben sich in den letzten Jahren erheblich verändert. Zusehends haben sie sich zu einer vollkommen neuen Form der Kreativagenturen entwickelt.

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