Die Internetwerbung befindet sich international weiter im Aufwind. Immer mehr Unternehmen haben die damit verbundenen Chancen erkannt und setzen auf einen intensiven Einsatz der Online-Werbung. Doch immer wieder sorgt die Internetwerbung in jüngster Vergangenheit auch für Diskussionen. Dafür verantwortlich sind die Entwicklungen auf dem Markt. Vor allem mit Blick auf die marktbeherrschenden Unternehmen und den Datenschutz versuchen immer mehr Regierungen entsprechende gesetzliche Regelungen für den Markt der Internetwerbung zu schaffen. Doch die Gesetzesvorschläge der Politik stoßen nur auf wenig Begeisterung bei der Branche. Nicht selten sind sie abstrakt und weit entfernt vom eigentlichen Geschehen.  Während die Politik in Deutschland über neue Gesetze für werbetreibende Unternehmen im Internet nachdenkt, sorgt in der Schweiz eine Aussage von Robert de Wenck, dem Generaldirektor der Schweizer Radio- und Fernsehgesellschaft, für Diskussionen. Er hat die Medienunternehmen der Schweiz dazu aufgerufen gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Doch dieser Aufruf stößt auf unterschiedliches Feedback.

Dominanz der globalen Medienunternehmen

Nach den Vorstellungen von Robert de Wenck sollen die Medienunternehmen der Schweiz durch ein gemeinsames Agieren bei der Internetwerbung der Dominanz der globalen Medienunternehmen begegnen können. Am Wochenende berichtete die Schweizer Nachrichtenagentur darüber, dass de Wenck künftig durch eine gemeinsame Vermarktung von Internetwerbung gewährleisten möchte, dass die Medienunternehmen an dem wachstumsintensiven Zukunftsmarkt mitverdienen können. Nicht nur in der Schweiz, sondern auch in anderen Ländern wird der Markt der Internetwerbung von großen Konzernen weiter dominiert. Vor allem einzelne Medienhäuser haben die Befürchtung, dass sie langfristig mit den Branchengiganten nicht mithalten können und sie damit auch nicht von den allgemeinen Marktentwicklungen profitieren werden. Die Forderung von de Wenck scheint nicht unrealistisch zu sein. Nach Auffassung des Experten haben die Schweizer Medienunternehmen nur gemeinsam eine Chance gegen Global Player wie Google und Facebook.

Globale Anbieter bestimmen zunehmend das Bild

Google und Facebook haben einen enormen Anteil am Markt der Internetwerbung. So besitzen sie rund 70 Prozent an dem Werbemarkt. Längst ist der Werbemarkt in der Schweiz kein geschlossener Raum mehr. Immer intensiver können globale Anbieter das Bild mitbestimmen. Dabei scheint sicher zu sein, dass es vor allem sie sind, die langfristig von dem Werbemarkt im Web profitieren können. De Wenck möchte für die Medienunternehmen des Landes ein Schweizer Modell entwickeln, das allen Beteiligten ausreichend Spielraum ermöglicht. Doch die Schweizer Verleger sind von den Ideen von de Wenck nur wenig begeistert und möchten auch weiterhin verhindern, dass die SRG Werbung auf ihrer Online-Plattform schalten kann.

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