In diesem Jahr schaffte es die Online-Werbung mehrfach auf sich aufmerksam zu machen. Positive Entwicklungen sorgten für einen deutlichen Aufschwung der Internetwerbung und ließen die Branche hoffen. Nun könnte sich mit dem bevorstehenden Jahreswechsel eine Wende im Werbemarkt etablieren. Musste sich die Online-Werbung bislang der Presse geschlagen geben, zeigt sich mittlerweile ein anderes Bild. In den USA konnte das Internet erstmals die Zeitungen hinter sich lassen. Nach Aussagen von Marktforschern wurde 2010 mehr Geld in die Internetwerbung als in die Presse investiert. Mit einem deutlichen Wachstum und einem Rückgang bei der Werbung in der Presse setzte sich das Internet demnach durch. Obwohl der Trend deutlich zu erkennen ist, sind die aktuellen Zahlen mit Vorsicht zu genießen. Wie sich die Internetwerbung in den USA im Detail entwickelte, möchten wir heute näher klären.

Wachstum von knapp 14 Prozent

Im Vergleich zu 2009 konnte die Internetwerbung nach den Angaben der Marktforscher von eMarketer 2010 deutlich an Fahrt gewinnen. Die Ausgaben für Online-Anzeigen in den USA stiegen in diesem Jahr um knapp 14 Prozent auf eine Summe von rund 25,8 Milliarden Dollar. Während die Internetwerbung an Fahrt gewinnen konnte, mussten die Umsätze der Printwerbung erneut mit Einbußen zurechtkommen. 2010 sanken diese um gut 8 Prozent und beliefen sich damit nur noch auf eine Summe von etwa 22,8 Milliarden Dollar. Die US-Zeitungen setzten demnach im Jahr 2010 on- und offline eine Summe von 25,7 Milliarden Dollar mit Werbung um.

Wende im Werbemarkt steht bevor

Auch wenn die Zahlen der US-Marktforscher mit Vorsicht zu genießen sind, steht fest, dass sich im Werbemarkt eine Wende abzeichnet. Nachdem die Internetwerbung lange Zeit an Fahrt gewinnen konnte, kommt sie nun der Printwerbung so nah, dass sie diese langsam aber sicher hinter sich lässt. Wann diese Wende auch außerhalb der USA Fuß fassen kann, ist jedoch offen. Deutlich zeigt sich jedoch beim Blick auf die Details, dass die Internetwerbung auch in den USA die Presse noch nicht ganz hinter sich lassen konnte. Immerhin kann die Online-Werbung die Zeitungswerbung nur dann hinter sich lassen, wenn auch die Online-Erlöse von Seiten der Tageszeitungen berücksichtigt werden. Die Spanne, die zwischen den beiden Werbeformen besteht, ist jedoch zweifelsohne gering. Auch im kommenden Jahr rechnen die Branchenexperten mit einem deutlichen Aufwind für die Internetwerbung. Beim Blick auf die aktuellen Zahlen wird deutlich, dass sich die Wende, über die lange geredet wurde, abzeichnet. Wann diese flächendeckend erfolgt, bleibt allerdings abzuwarten.

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