Die Zeichen für die Online-Werbung im Jahr 2011 stehen gut. Experten rechnen erneut mit einem deutlichen Wachstum und gehen davon aus, dass die Wende im Werbemarkt knapp bevorsteht. Doch trotz der positiven Zukunftsaussichten gerät die Online-Werbung aktuell heftig in die Kritik. Kritischen Stimmen muss sich die Internetwerbung derzeit ausgehend vom EU-Parlament stellen. Das EU-Parlament möchte nach eigenen Aussagen gegen die personenbezogene Internetwerbung vorgehen. Wie genau dies geschehen soll, ist jedoch in weiten Teilen unklar. Allerdings äußerten sich Datenschützer und Mitglieder des Parlaments mit den ersten konkreten Vorstellungen zur Zukunft der Online-Werbung. Fakt ist, dass es bei weitem nicht das erste Mal ist, das die Online-Werbung in das Visier von Verbraucherschützern geraten ist. Bereits in der Vergangenheit wurde immer wieder über den Verbraucherschutz mit Blick auf die Internetwerbung diskutiert.

Abwehr personenbezogener Internetanzeigen

Immer wieder wird über die Online-Werbung debattiert. Die Branche an sich zeigt sich davon jedoch wenig beeindruckt. Nun richtet sich aber das EU-Parlament mit deutlichen Forderungen an die Internetwerbung. Geht es nach den Experten sollen Verbraucher künftig die Möglichkeit bekommen, die personenbezogenen Internetanzeigen abzuwehren. Das EU-Parlament reagiert mit dieser Forderung auf die neue Werbeform, die sich der personenbezogenen Internetwerbung widmet. Nach Einschätzung von Verbraucherschützern stellt diese Form einen Angriff auf den Schutz der Privatsphäre dar. Das EU-Parlament erklärte in einer Mitteilung, dass die Grundlage der neuen Werbepraktiken Nutzerprofile sind, deren Basis eine intensive Beobachtung von Einzelpersonen ist. Nach der Meinung der EU wird diese Werbung durch eine umfassende Internetschnüffelei erstellt, die sich auf die Auswertung von Geolokalisierung, E-Mails und sozialer Netzwerke bezieht.

Kennzeichnung als verhaltensbezogene Werbung

Mit der Einführung der neuen Werbeform sollen auf die Online-Werbebranche auch neue Forderungen zukommen. So fordert die EU, dass Internetwerbung dieser Art künftig als verhaltensbezogene Werbung gekennzeichnet wird. Zudem soll den Anzeigen ein Informationsfenster eingefügt werden. In diesem sollen die wichtigsten Merkmale dieser Praktik für den Nutzer erklärt werden. Zudem sollen die Verbraucher umfangreich darüber informiert werden, wie die Erhebung der Daten erfolgt und wie diese verwendet werden. Des Weiteren sollen sämtliche Daten dieser Art lediglich dann aufbewahrt werden können, wenn der Verbraucher der Aufbewahrung zugestimmt hat. Gleiches gilt für die Verwendung aller Daten, die gesammelt werden. Auch wenn die Bedenken von Seiten der EU sicherlich nicht ungerechtfertigt sind, dürfte es sich bei weitem nicht um das einzige Problem handeln, mit dem die Internetwerbung in Zukunft konfrontiert werden könnte. Weitere Kritikpunkte warten bereits mit der Entwicklung neuer Werbeformen und Praktiken.

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