Auch in Zeiten der Krise, deren Auswirkungen den Haushalten zu schaffen machen, hält der Online-Tourismus am bisherigen Wachstumskurs fest. Abermals konnte die Reisebranche im Web deutliche Wachstumsraten verbuchen und zeigt sich demnach von einer starken, aber auch stabilen Seite. Der Online-Umsatz der Tourismusindustrie konnte im Jahr 2009 ein Plus von immerhin drei Prozent verbuchen und gehört somit zu den deutlichen Gewinnern der Branche. Insgesamt erreichten die Unternehmen, die auf den Reisemarkt im Web setzen, einen Gesamtumsatz von 18,6 Milliarden Euro. Diese Daten wurden vor wenigen Tagen vom Marktforschungsinstitut Ulysses als Ergebnisse der Studie Web-Tourismus 2010 bekanntgegeben. Durch die Reisewebseiten konnten vergangenes Jahr 41 Prozent des Gesamtumsatzes erwirtschaftet werden. Bereits auf den ersten Blick wird deutlich, dass es sich um eine Entwicklung handelt, sie sich zum einen sehen lassen kann und die zum anderen entgegen der allgemeinen Marktsituation des Tourismus verläuft.

Wachstum verringert sich

Obwohl der Online-Tourismus auch 2009 zulegen konnte, liegt ein gewisser Schatten auf der Meldung. Immerhin darf nicht vergessen werden, dass die Wachstumsentwicklungen der Branche geringer waren als in den Jahren zuvor. In Expertenkreisen ist man sich bei den Gründen für die Entwicklung einig. So hinterließ die anhaltende Wirtschaftskrise selbstredend auch im Tourismus sehr deutlich ihre Spuren und sorgte natürlich auch im Web für einen Wachstumsrückgang. Nicht zuletzt kam es 2009 zu einer überraschenden Verschiebung der Reisetrends. Vor allem Deutschland steht mit verschiedensten Angeboten wieder hoch im Kurs und konnte sich entgegen sämtlicher Erwartungen gegenüber anderen Reisezielen durchsetzen. Am stärksten konnten Transportleistungen über das Internet verkauft werden. Sie nehmen einen beeindruckenden Umsatzanteil ein. Das größte Wachstum ließ sich aber nicht auf Flugbuchungen und ähnliches zurückführen, sondern vielmehr auf die Übernachtungen, die über das Web gebucht werden. Sämtliche Beherbergungsleistungen konnten sich gegenüber anderen Onlineangeboten durchsetzen.

Dynamic Packaging lässt sich hervorragend verkaufen

Hoch im Kurs stehen beim Onlinevertrieb die Basisleistungen im Tourismus. Sowohl Transportleistungen als auch Übernachtungsangebote sind Teil des Dynamic Packagings und lassen sich nicht nur am einfachsten, sondern ebenso am lukrativsten an den Kunden bringen. Individualisierte Pauschalreisen, bei denen sich User die einzelnen Leistungen selbst zusammenstellen können, waren ähnlich beliebt wie Last-Minute-Angebote, die immer häufiger über das Internet gebucht werden. Mit Verlusten beim Onlinevertrieb mussten sich jedoch die zahlreichen Fluggesellschaften zufriedengeben, die trotz des Ausbaus der Onlineaktivitäten mit Schwierigkeiten zu kämpfen hatten. Top-Trends sind nach den Ergebnissen der aktuellen Studien zudem der Städtetourismus und die zahlreichen Wellnessreisen. Für 2010 rechnet man zwar mit einer Entspannung der Lage, aber keineswegs mit einem Wachstum.

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