Dass Google im Bereich der Suchmaschinen auch weiterhin im Grunde die unumstrittene Nummer eins ist, dürfte allseits bekannt sein. Die Suchmaschine nimmt noch immer in vielen Ländern die Rolle des Marktführers ein und schafft es, sich in dieser auch zu behaupten. In der Vergangenheit haben immer wieder Konkurrenten versucht, der Suchmaschine das Wasser zu reichen und wollten ihr in erster Linie mit guten Lösungen entgegen treten. Bislang ist es jedoch noch niemand gelungen, Google vom Thron zu stoßen. Auch Microsoft konnte sich nicht gegenüber dem Branchenprimus durchsetzen. Doch gerade bei Microsoft drängt sich letztlich zusehends der Gedanke auf, dass es dem Konzern schlichtweg an der nötigen Portion Glück im Online-Geschäft mangelt. In den vergangenen Jahren hat der US-Konzern in diesem Bereich beeindruckende Summen mehr oder weniger in den Sand gesetzt. Unter Berücksichtigung dessen wird deutlich, dass es Microsoft mit Sicherheit nicht an Durchhaltevermögen mangelt.

Aquantive bringt nicht gewünschten Erfolg

Die Strategie von Microsoft war alles andere als schlecht. Im Jahr 2007 entschied sich der Konzern für den Kauf des Marketing-Spezialisten Aquantive. Die Übernahme ging mit einem Preis von 6,3 Milliarden Dollar einher. Der Software-Marktführer wollte mit der Übernahme dem mächtigen Internet-Rivalen Google endlich Paroli bieten können. Nun zeigt sich jedoch, dass eben genau das nicht möglich war. Der Konzern aus Redmond musste sich eingestehen, dass die Übernahme von Aquantive das Wachstum nicht in jenem Maß beschleunigen konnte, das man erwartet hat. In seinen Büchern hat Microsoft nun eine Summe von 6,2 Milliarden Dollar und damit fast den ganzen Wert des Marketing-Spezialisten abgeschrieben.

Wenig Vorankommen im Werbegeschäft

Ohne Zweifel scheinen die Bemühungen von Microsoft im Online-Geschäft weitgehend fehlgeschlagen zu sein. Der US-Konzern kommt mit seiner Suchmaschine Bing kaum voran. Google hat im Bereich der Internetsuche in den USA nach jüngsten Zahlen der Analysefirma comScore einen Marktanteil in Höhe von 66,5 Prozent. Diesem stehen 15,4 Prozent von Microsoft gegenüber. Noch geringer ist der Anteil von Yahoo, der nur mit 13,5 Prozent angegeben wird. Wesentlich deutlicher gestaltet sich die Dominanz von Google in Europa. Microsoft-Chef Ballmer verband vor allem  mit dem Kauf von Aquantive große Ziele. So sollen die Einnahmen aus der Online-Werbung bei dem Konzern binnen kürzester Zeit einen Umsatzanteil von 25 Prozent erreichen können. Doch die Prognose konnte nicht in die Realität umgesetzt werden. Der Umsatz im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres belief sich auf gerade einmal 707 Millionen Dollar. Dies entspricht einem Anteil von 4,1 Prozent.

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