In Sachen Suchmaschinen kann Google seit Jahren auf eine beispiellose Dominanz verweisen. In vielen Ländern auf internationaler Ebene ist der Konzern in Sachen Suchmaschinen die führende Größe und eine gestandene Marke. Die Konkurrenz hat es schwer gegen Google anzukommen. Dabei ist es keine Seltenheit, dass eben genau das versucht wird. In den vergangenen Jahren haben immer wieder neue Konkurrenten Google den Kampf angesagt, doch die Bemühungen der anderen blieben bislang weitgehend erfolglos. Zuletzt versuchte auch Microsoft erneut sein Glück und schickte mit Bing einen Google-Konkurrenten ins Rennen, den man durchaus als stark bezeichnen kann. Die Voraussetzungen für Bing waren alles andere als schlecht. Allerdings schien der Erfolg in weiten Teilen auszubleiben. Nun musste Microsoft abermals eingestehen, dass es sich bei der Suchmaschine Bing um ein Verlustgeschäft handelt. Damit ist es auch dem international agierenden Softwareriesen nicht gelungen, die Dominanz von Google im Onlinegeschäft zu brechen.

Ein Milliardengrab

Bing scheint sich für Microsoft mehr und mehr zu einem regelrechten Milliardengrab zu entwickeln. Trotz erheblicher Investitionen schafft es der Konzern auch weiterhin nicht, Google von seinem Thron zu stürzen. Dabei hat der Softwareriese erhebliche Summen in das eigene Onlinegeschäft investiert. Doch trotz dieser Investitionen wird Bing nach Erklärungen von Microsoft letzten Endes deutlich langsamer wachsen als lange Zeit erwartet wurde. Durch das langsamere Wachstum wird Bing auch weniger Geld abwerfen als erwartet wurde. Die Folgen dieser Aussichten dürften alles andere als zufriedenstellend sein. Immerhin musste Microsoft nun auf das eigene Onlinegeschäft eine Summe von stolzen 6,2 Milliarden Dollar abschreiben. Microsoft teilte diese Summe am Montag offiziell mit.

Vorgeschichte

Für viele Branchenexperten dürfte die enorme Abschreibung nicht überraschend kommen. Immerhin hat die Abschreibung auf den Firmenwert, der sich in der Online-Service-Sparte befindet, eine Vorgeschichte. Microsoft hat schon im Jahr 2007 für eine Gesamtsumme von 6,3 Milliarden Dollar die Online-Werbefirma Aquantive erworben. Mit dem Kauf unterstrich Microsoft einmal mehr, dass man das Geschäft mit der Internetwerbung Google nicht vollkommen kampflos überlassen wollte. Doch trotz dieses Zukaufs konnte Google ohne Probleme davon ziehen. Noch heute werden von dem Suchmaschinenprimus große Teile der Online-Werbung dominiert. Dabei hat sich für Google aus dieser ein Milliardengeschäft entwickeln können, das auf beachtliche Erfolge verweisen kann. Microsoft konnte mit dem Zukauf von Aquantive jedoch nicht jeden Wachstumsgrad erzielen, der lange Zeit erwartet wurde. Von dem einstigen Milliardenzukauf bleiben dem US-Konzern schon heute nur noch einige wenige Online-Werbesysteme. So wurde beispielsweise Razorfish schon 2009 abgestoßen.

1 Comment

  1. gold price sagt:

    Momentan tut sich fast jeden Tag etwas Neues bei bing. Microsoft gibt sich anscheinend alle Mühe, das beta-Stadium hinter sich zu lassen. Noch sind Funktionen wie Maps oder xRank (das Nachverfolgen der Beliebtheit von Personen-Suchabfragen) auf Grund fehlender Daten für den Benutzer zwar nicht zu gebrauchen, aber auch diese Funktionen wird Microsoft wohl in naher Zukunft ähnlich den Google-Funktionen ausbauen und dementsprechend anpassen. Mit geeigneten Partnern wie ciao! in der Produktsuche wird man bestimmt schnell einig werden.

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