Obwohl es in der Suchmaschinenoptimierung nie zum Stillstand kommt und seit langem bekannt ist, dass Inhalte von Webseiten deutlich an Bedeutung gewinnen, wird den Texten weiterhin eine vergleichsweise geringe Aufmerksamkeit zuteil. In Sachen SEO stehen noch immer zahlreiche andere Elemente im Fokus und verdrängen die Notwendigkeit und letzten Endes auch die Debatten rund um Texte, Bilder und andere multimediale Inhalte. Doch das Google den Begriff des Unique Content über die Jahre hinweg durchaus anspruchsvoller gestaltet hat, ist nicht allen bewusst. Ein entscheidender Punkt sind dabei die Pressemitteilungen, die von Unternehmen veröffentlicht werden. Sie werden noch immer sehr häufig ab- oder eben auch umgeschrieben. Nicht selten entscheiden sich Dritte auch dazu, sie 1 zu 1 zu kopieren. Dass damit das Qualitätsmerkmal Unique Content verloren geht, ist nur den Wenigsten bewusst und die Zahl derjenigen, die darin ein Qualitätsproblem sehen, fällt wohl noch geringer aus. Dabei belastet fehlender Unique Content nun einmal auch die Suchmaschinenoptimierung und deren Erfolg.

Kritik an Umgang mit Pressemitteilungen

Stefan Plöchinger, Chef von Süddeutsche.de, forderte nun mit Blick auf Pressemitteilungen und Inhalte auf Nachrichtenportalen mehr Journalismus. Die Forderung ist nicht unbegründet, denn nicht selten macht sich beim Lesen von Nachrichtenportalen der Eindruck breit, dass nur noch mit kopierten Inhalten gearbeitet wird. Ausschlaggebend mag an dieser Stelle sicherlich die Arbeit mit Pressemitteilungen sein. Bei ihnen ist es häufig schon fast eine Selbstverständlichkeit, dass Inhalte vollständig kopiert werden. Im Bereich der Nachrichtenportale herrscht schon lange ein regelrechter Verdrängungskampf. Schon jetzt ist nach Aussagen von Plöchinger klar, dass diesen letzten Endes nur starke journalistische Marken überleben können. Seiner Ansicht nach ist die Anzahl der Portale, die sich an dem publizistischen Wettkampf um die Leser beteiligen, vergleichsweise gering. Plöchinger steht mit seiner Meinung nicht alleine da. Bei einem Blick auf die Anmerkungen von Google wird deutlich, dass auch der Suchmaschinengigant diese Meinung vertritt.

Fehlender Mehrwert

Wird Inhalt kopiert, entsteht dadurch doppelter Content. Dieser liefert jedoch weder dem Leser noch der Suchmaschine einen Mehrwert. Dabei sollte jedoch nicht immer die Zahl der Leser ausschlaggebend sein. Wichtig ist letzten Endes schlichtweg auch, dass ein Inhalt den Nerv des Lesers trifft und seine Erwartungen erfüllt. Es gibt durchaus Möglichkeiten, mit denen erkannt und geprüft werden kann, ob einzelne Inhalte ankommen. An dieser Stellen müssen vor allem soziale Netzwerke genannt werden. Über Facebook und Twitter lässt sich vergleichsweise simpel prüfen, ob einzelne Inhalte den Nerv des Lesers treffen. Auch bei Inhalten im Web kann journalistische Qualität nicht ersetzt werden.

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