Eigentlich gehören in der Suchmaschinenoptimierung Gerüchte zum Alltag, zumindest sind wir der Meinung. Die aktuellen Spekulationen können jedoch ein wenig gravierender sein als die einen oder anderen Plaudereien der vergangenen Monate. Immerhin soll Twitter derzeit sowohl mit Google als auch mit Microsoft im Gespräch sein. Glaubt man den aktuellen Meldungen, möchte Twitter Tweets künftig direkt an die beiden Unternehmen übermitteln. Dies würde natürlich sowohl bei Google auch bei Bing zu weitreichenden Änderungen führen und wenn eines gewiss ist dann, dass diese Änderungen auch die Suchmaschinenoptimierung betreffen werden. Sicherlich können wir nicht vollkommen Licht ins Dunkel der Gerüchteküche bringen, aber es lohnt sich, sich die aktuellen Meldungen doch einmal genauer anzuschauen und genau darum soll es in diesem Beitrag gehen.

Werden die Karten neu gemischt?

Durch die direkte Lieferung von Tweets an Google und Microsoft würde sich vor allem die Echtzeitsuche einem deutlichen Wandel unterziehen. Immerhin wären bei beiden Suchmaschinen, also sowohl bei Google als auch bei Bing, in diesem Fall nicht mehr die klassischen Statusmeldungen interessant. Vielmehr würde der Fokus auf den Links liegen und genau dies könnte in der Suchmaschinenoptimierung weltweit die Karten neu mischen. Fakt ist schon heute, dass sich Twitter mit den neuen Vereinbarungen mit den beiden Riesen einen entscheidenden Vorteil sichern könnte und das wären höhere Einnahmen.

Warum sind die Links so wichtig?

Manch ein Laie wird sich jetzt sicherlich fragen, warum gerade die Links bei den Tweets so wichtig sein sollen. Die Antwort ist gänzlich einfach. Über die Links wird deutlich, welche Themen aktuell gefragt sind und welche Internetseiten eigentlich empfohlen werden. Zudem verfügen beide Suchmaschinen über eine gigantische Rechenpower. Demnach wäre es durchaus realisierbar Millionen Tweets neu zu analysieren. Dadurch könnte man auch die Aussagen in den Tweets in ganz neue Zusammenhänge einbinden. Obwohl bereits verschiedene Such- und Analysetools für die Tweets zur Verfügung stehen, haben sie in der Suchmaschinenoptimierung bisher kaum eine Rolle gespielt. Immerhin mangelt es diesen schlichtweg an den fortgeschrittenen Technologien und außerdem sind die Server-Kapazitäten nicht mal annähernd ausreichend.

Aus diesem Grund würde der neue Dienst von Twitter für Bing und Google natürlich entscheidende Veränderungen nach sich ziehen. Wie sich dies jedoch entwickeln wird und ob es wirklich zu dem Deal kommt, ist derzeit noch mehr als ungewiss. Also lassen wir die Gerüchteküche zunächst brodeln und warten auf konkrete Ergebnisse. Immerhin können wir uns dann immer noch genauer mit der neuen Sachlage auseinandersetzen.

1 Comment

  1. fob sagt:

    Ich bin mir nicht sicher, ob die Auswirkungen wirklich so groß sein könnten. Nahezu „Echtzeitsuchergebnisse“ haben wir ja im Grunde schon, zum Beispiel durch Blog-Pings, und Twitter-Links werden ebenfalls bereits verarbeitet, sofern die Short-Links fehlerfrei mit 301ern verarbeitet werden können. Zumindest bei Google, wo Verlinkungen oftmals ohnehin erst zeitversetzt wirken, kann ich mir kaum Auswirkungen vorstellen. Aber wer weiß…

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