Für die meisten User ist Google auch weiterhin die erste Anlaufstelle, wenn es um die Suche im Web geht. Der Suchmaschinengigant genießt ein beispiellos großes Interesse bei seinen Usern und ist auf internationaler Ebene der unangefochtene Marktführer. Doch bereits seit Jahresbeginn setzt zusehends eine Entwicklung ein, mit der auf vielen Seiten nicht gerechnet wurde. Es gibt immer mehr User, die sich von Google und Bing abwenden und die die kleineren Suchmaschinen für die Websuche nutzen. Seit Jahresbeginn verzeichnen vor allem die kleineren Suchmaschinen wie DuckDuckGo und Blekko ein nahezu exponentielles Wachstum. Die kleineren Anbieter können demnach auf eine Häufung der Suchanfragen verweisen. Nach Ansicht von Experten sind dafür vor allem die Änderungen verantwortlich, die von dem Marktführer Google am eigenen Angebot vorgenommen wurden. Das Wachstum von alternativen Services wird in diesen Tagen zusehends durch die mediale Berichterstattung über Änderungen an Googles Suche angetrieben.

Nutzer flüchten in Arme der Konkurrenz

Dabei scheinen die Webnutzer zusehends in die Arme der Konkurrenz zu flüchten. Dabei ist es vor allem die Sorge um die Privatsphäre, sowie die Beeinträchtigung der Google-Suche durch die Integration von Ergebnissen von Google+, die diese Entwicklung entscheidend beeinflusst. Letzten Endes darf jedoch nicht in Vergessenheit geraten, dass das Geschäft mit Werbung, die auf Suchbegriffe zugeschnitten ist, doch so lukrativ ist, dass auch die kleinen Anbieter gute Umsätze realisieren können. Im Bereich der Suchmaschinen verläuft eine User-Verschiebung grundsätzlich schleppend. Demnach wird es sich bei Google alles in allem doch noch lange um die treibende Kraft handeln. Allerdings gerät der Suchmaschinengigant durch die Entwicklung auch unter Druck. So muss Google eine eventuell zu starke Kommerzialisierung vermeiden. Durch diese könnten User vergrault werden. Als besonders empfindlich gelten dabei jene User, die aus dem linken, alternativen Umfeld stammen.

Abwanderung überschaubar

Ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass die Abwanderung auch weiterhin überschaubar ist. Demnach kann die Suchmaschine Blekko derzeit auf rund 2,31 Millionen Unique User verweisen. Deutlich geringer ist diese Zahl bei DuckDuchGo. Sie liegt bei nur 257.000. Im Vergleich dazu kann Google im selben Zeitraum auf immerhin 161 Millionen eindeutige Besucher verweisen. Bing erreicht immerhin noch 121 Millionen Nutzer. Doch auch wenn die Unterschiede weiterhin groß sind, ist das Wachstum der kleinen Suchmaschinen doch beeindruckend. Seit Jahresbeginn hat sich bei DuckDuckGo beispielsweise die Zahl der täglichen Suchanfragen verdreifacht und liegt nunmehr bei über 1,5 Millionen. Ähnlich hohe Wachstumsraten wurden auch von Blekko erreicht. Nach Ansicht von Blekko kann dies vor allem auf das gestiegene Bedürfnis nach Privatsphäre zurückgeführt werden.

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