Die Suchmaschinenoptimierung entwickelte sich in den vergangenen Jahren zu einem Thema, das nicht mehr nur Unternehmen interessiert. Auch Journalisten, Blogger und andere kreative Köpfe müssen sich zunehmend mit der SEO auseinandersetzen, um zum einen ihre Artikel und Beiträge zu vermarkten und um zum anderen letztlich auch den hohen Anforderungen von Seiten der Auftraggeber gerecht zu werden. Nicht immer stoßen die SEO-Vorgaben, die dabei gemacht werden, bei den Schreibenden auf Zuspruch und Verständnis. Während sich gestandene Journalisten heute noch immer häufig weigern, beim Schreiben an die Suchmaschinenoptimierung zu denken, ist sie für Blogger eigentlich zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Dass aber auch bei Bloggern in Sachen SEO-Vorgaben das Ende der Fahnenstange ab einem gewissen Punkt erreicht ist, zeigen aktuelle Berichte im Web. Nach denen laufen dem Online-Konzern AOL zunehmend die Blogger davon.

Druck von oben wächst

Laut aktuellen Berichten trennen sich immer mehr Blogger von dem AOL-Blog Engadget.com. Der Grund für den Verlust der schreibenden Redakteure soll vor allem der zunehmende Druck von oben sein. Wie Techcrunch und Huffington Post befindet sich Engadget.com im Besitz von AOL. Nach aktuellen Berichten wächst auf die Redakteure der Druck mit Blick auf die Suchmaschinenoptimierung. Demnach soll beim Schreiben an erster Stelle an die SEO gedacht werden. Der Leser reiht sich hingegen hinter dieser ein. Die Aussagen, die mit Blick auf AOL und die Angebote des Konzerns getätigt werden, sind sehr verschieden. Während einige Redakteure harte Kritik üben, erklären andere, dass sich der Online-Konzern niemals in die Arbeit der Blogger eingemischt hätte. Alles in allem soll das Strategiepapier „The AOL Way“ jedoch harte Vorgaben für Texte definiert haben.

SEO als harte Vorgabe

Obwohl das Verfassen von Beiträgen gemäß der individuellen SEO-Normen im Grunde alles andere als Seltenheit ist, stößt genau dieser Aspekt immer wieder auf heftige Kritik. Während sich Redakteure, die sich ausschließlich im Web bewegen, auf die SEO bereits eingestellt haben und um deren Bedeutung wissen, zeigt sich bei Vertretern des klassischen Journalismus ein anderes Bild. Vor allem Journalisten setzen sich in der Regel kaum mit der SEO auseinandersetzen und sehen den Erhalt der journalistischen Arbeit und Recherchetiefe auch in Zeiten des Internets als wichtige Aufgabe. Die Meinungen zur Suchmaschinenoptimierung sind insbesondere in diesem Bereich verschieden und so erfordert deren Umsetzung häufig auch ein gewisses Feingefühl. Doch gerade junge Journalisten und Redakteure zeigen sich gegenüber diesem Bereich sehr aufgeschlossen. Nicht zuletzt gilt es darauf zu achten, die Grenzen zwischen Bloggern, Journalisten und anderen Kreativen nicht zu verwischen.

1 Comment

  1. Der letzte Satz klingt als würde sich Blogger und Journalist widersprechen. Viele Blogger sind heute weitaus investigativer und arbeiten journalistischer, als so mancher sich Journalist nennende Angestellte der großen Magazine. Blogger machen mittlerweile durchaus Journalismus und die Verwischung hat längst stattgefunden. 🙂

    Kleinen Satzbaufehler gefunden: „Vor allem Journalisten _setzen sich_ in der Regel kaum mit der SEO _auseinandersetzen_ und sehen den Erhalt der journalistischen Arbeit und Recherchetiefe auch in Zeiten des Internets als wichtige Aufgabe.“

    Ansonsten toller Artikel. 🙂

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