Immer wieder nimmt der Suchmaschinengigant Google einzelne Internetseiten aus den eigenen Suchergebnissen. An und für sich ist das keine Neuheit. Doch die jüngste „Aufräumaktion“ des Branchenprimus kann sich sehen lassen. Google hat Millionen Internetseiten aus den eigenen Suchergebnissen eliminiert. Davon betroffen sind Internetseiten, deren Adressen auf .co.cc enden. Die scheinen in den Suchergebnissen von Google keine Rolle mehr zu spielen. Zahlreiche Webseitenbetreiber, die unbescholten sind, protestieren nun gegen die Maßnahme des Suchmaschinengiganten. Bei der Endung .cc handelt es sich um eine der meistgenutzten der Welt. Insgesamt sind von der aktuellen Blockade durch den Branchenprimus über 11 Millionen Internetseiten betroffen. Bei allen dieser Seiten kam die Endung .co.cc zum Einsatz. Diese Seiten sollen laut aktuellen Berichten zu stark für den Spamversand genutzt worden sein.

Hohe Einbußen bei Werbeeinnahmen

Bei der Quelle der Domain handelt es sich um ein koreanisches Unternehmen, das wiederum für die Verwaltung dieser Endung zuständig ist. Durch die Blockade, die nun von Google umgesetzt wurde, werden von der Suchmaschine aber auch andere Webseiten und harmlose Blogs ignoriert. Der Ärger bei den betroffenen Webseitenbetreibern wächst. Das zeigen auch Kommentare zu einem Eintrag bei Google+, der von Matt Cutts verfasst wurde. In diesem beschweren sich mehrere Webseitenbetreiber, dass ihnen durch die Blockade wichtige Werbeeinnahmen verloren gehen. Der Grund dafür sind die aus der Blockade resultierenden geringen Besucherzahlen. Die koreanischen .co.cc Domains sind ohne Zweifel kein unbeschriebenes Blatt. Weltweit gibt es fast 11,4 Millionen Webseiten. Die Zahl der Benutzerkonten beläuft sich auf 5,7 Millionen. Damit gehört die Endung .co.cc zu den größten Erweiterungen der Welt.

Blockade beeinträchtigt auch andere Domains

Wie die Anti-Phishing Working Group bekanntgab, wurden auf die übergeordneten .cc-Domains im zweiten Halbjahr des vergangenen Jahres insgesamt 4963 Angriffe gestartet. Die Endung wird den Kokosinseln zugesprochen. Mittlerweile wird sie aber auch von Nutzern auf internationaler Ebene gerne verwendet. So hat sich beispielsweise der österreichische Händler Libro an entsprechender Stelle mit lion.cc registriert. Durch die Blockade der koreanischen .co.cc Adressen kam es auch bei anderen .cc-Domains zu entsprechenden Beeinträchtigungen. Google schafft es mit der aktuellen Maßnahme einmal mehr eindrucksvoll unter Beweis zu stellen, wie groß die Macht des Suchmaschinengiganten im Web-Business doch eigentlich ist. Die aktuelle Blockade zeigt, dass die Webseiten, die nicht gefunden werden können, auch keine Zugriffe haben. Ohne Zugriffe ist wiederum der Verkauf von Anzeigenwerbung nicht möglich. Mehrere Unternehmen auf internationaler Ebene sind von den Einnahmen, die infolge von Anzeigenwerbung erzielt werden, abhängig.

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