Es ist allseits bekannt, dass es eines der obersten Ziele von Google ist, Suchanfragen in Zukunft auch direkt beantworten zu können. Für die Suchmaschine ist das ein gewaltiger Schritt, denn es ist schlicht unumstritten, dass Google bislang mit Blick auf die Rolle als Suchmaschine eine wesentliche Rolle einnahm: Sie lieferte eine Liste von Webseiten, auf denen sich mit hoher Wahrscheinlichkeit die Antworten auf die Fragen finden werden, die die User haben. Doch Google selbst reicht das eben nicht mehr aus und so setzte schon früh der Trend ein, an dieser Stelle gegensteuern zu wollen. Mittlerweile ist die Suchmaschine durchaus so weit, dass sie einige Fragen der User beantworten kann. Möglich ist dies mit dem Knowledge Graph. Der Knowledge Graph ist eine Art Info-Kasten, den Google ins Leben gerufen hat, um User mit Antworten zu versorgen.

Auf der Suche

Doch auch wenn der Knowledge Graph am Anfang noch den Eindruck erweckt, dass er die konsequente Antwort von Google auf dem Weg zur Antwortmaschine ist, trügt der Anschein. Letzten Endes ist er auch nach Ansicht der Suchmaschine selbst weiterhin verbesserungswürdig. So wissen beispielsweise nur die wenigsten Nutzer, dass die Antworten des Knowledge Graph durchaus verschieden ausfallen, wenn eine Suchanfrage mehrmals gestellt wird. Dies erfolgt keineswegs unbeabsichtigt, denn Google versucht auf diesem Weg herauszufinden, die optimalen Antworten auf die Fragen zu ermitteln. Versuche zeigen, dass Google mit Blick auf den Knowledge Graph kontinuierlich unterschiedliche Antwortvarianten testet. In Abhängigkeit von dem dazu eingehenden Nutzerfeedback werden schließlich die besten Antworten ausgewählt. Führt ein Nutzer eine Suchanfrage mehrmals durch, ist es demnach durchaus möglich, dass er ganz unterschiedliche Antworten angezeigt bekommt.

Aktueller Versuch

Ein Versuch hierzu wurde jüngst durch Eric Enge durchgeführt. Auf Search Engine Land erklärt er, dass er für seinen Test insgesamt 250 Suchanfragen ausgewählt hat. Genau die Hälfte war nicht mit einer Ausspielung de Knowledge Graph verbunden, die andere schon. Die 125  mit Knowledge Graph enthielten eine Schritt für Schritt Anleitung. Interessant ist dabei, dass von den 125 Suchanfragen mit Knowledge Graph bei der Wiederholung dieser nur noch 94 mit einer Schritt-für-Schritt-Anleitung einhergehen. In weiteren 16 Fällen zeigte Google zwar den eigenen Knowledge Graph an, allerdings kommt dieser ohne Anleitung aus. Bei 15 Suchanfragen kam der Knowledge Graph nicht mehr. Aufgrund von diesen Zahlen liegt derzeit der Versuch nahe, dass Google mit verschiedenen Antworten variiert, um deren Qualität und Eignung zu testen. So erhält Google auf diesem Weg vollkommen kostenlos Nutzerfeedback.

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