Für Facebook ist die Onlinewerbung das tägliche Brot. Über Werbeeinnahmen steuert das weltgrößte soziale Netzwerk sein tägliches Geschäft. Dabei ist das Agieren von Facebook nicht unumstritten. Bekannt ist das Unternehmen in vielen Bereichen vor allem als Datensammler. Facebook versucht grundsätzlich so viel wie möglich über seine Mitglieder zu erfahren. Auf diesem Weg setzt das Netzwerk immer wieder auf neue Angebote und Anwendungen, in denen Nutzer noch mehr über sich preisgeben sollen oder durch die das Unternehmen über unterschiedlichste Aufenthaltsorte informiert wird. In Sachen Onlinewerbung hat sich Facebook nun abermals für einen Ausbau seines Portfolios entschieden. Nachdem bereits lange Zeit über einen Deal dieser Art spekuliert wurde, wurde nun bestätigt, dass Facebook von dem US-Konzern Microsoft den Adserver Atlas übernehmen wird. In Sachen Onlinewerbung dürfte das Netzwerk damit erneut an Attraktivität zulegen können.

Kauf bestätigt

Bereits am Dienstag hat Facebook den Kauf des Adservers Atlas bestätigt. Hinter Atlas verbirgt sich ein Werkzeugkasten, der für Werbemacher angeboten wird. In der Fachsprache ist er als Adserver bekannt. Über den Adserver wird Werbung auf verschiedenen Seiten platziert. In Zukunft wird Facebook genau nachvollziehen können, wie sich der Einfluss von Werbung in unterschiedlichsten Formen auf der eigenen Plattform gestaltet. Seine Werbekunden möchte Facebook natürlich in erster Linie vom Wert der Anzeigen überzeugen. Dieser gilt schon seit langem nicht mehr als vollkommen unumstritten. Immer wieder wurden zuletzt Zweifel an dem Wert der Anzeigen auf Facebook laut. Kurz bevor Facebook den eigenen Börsengang stemmte, stellte General Motors als einer der größten Werbekunden des Netzwerks die eigenen Anzeigen ein, weil er sie für uneffektiv einstufte. Atlas soll zunächst die gleichen Funktionen bieten wie es bislang auch unter der Regie von Microsoft der Fall war. Grund dafür ist eine schon seit einiger Zeit andauernde Zusammenarbeit zwischen den beiden Unternehmen.

Langfristig Ausbau geplant

Langfristig soll Facebook Altas jedoch ausbauen wollen. So plant das Netzwerk eine entsprechende Erweiterung. Künftig soll es Kunden von Facebook ermöglicht werden, dass sie den Erfolg der Kampagnen beim Netzwerk genau messen können. Neben Atlas sollen dazu auch die beiden Dienste Nielsen und Datalogix beitragen. Durch die zahlreichen Anwendungen soll es den Kunden ermöglicht werden, dass sie die Anzeigen bei Facebook mit denen vergleichen können, die bei anderen Anbietern zu finden sind. Im Markt der Onlinewerbung handelt es sich hierbei um ein ausgesprochen wichtiges Verkaufsargument. Onlinewerbung lebt quasi davon, dass die Reaktionen der Zielgruppe genauestens gemessen werden können.

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