Seit Tagen sorgen die Diskussionen um die Netzneutralität weltweit für Aufsehen. Nachdem Medien immer wieder von neuen Entscheidungen und Vorstößen berichten, halten sich die involvierten Größen öffentlich dezent zurück. Nun klinkt sich aber auch Facebook in die Debatten ein. Die weltweit bekannte Social-Media-Größe hat Googles Haltung zur Netzneutralität öffentlich scharf kritisiert. Facebook schließt sich damit der Meinung Tausender Web-Nutzer und zahlreicher Organisationen an, die bereits in den vergangenen Tagen die Ungleichbehandlung von kabelgebundenem und mobilem Web, die mit Google in Verbindung gebracht wird, kritisierten. Dabei schiebt Facebook wie viele andere die Netzneutralität in den Fokus. Bezugnehmend auf bisherige Berichte scheint diese im Hause Google langsam aber sicher in den Background zu rücken. Wir haben uns die Meldungen genauer angeschaut.

Facebook will an Netzneutralität festhalten

Eines sei vorweg genommen, mit Kritik hat man im Hause Facebook in diesen Tagen nicht gespart. Erneut erklärte der Social Media Gigant, dass man selbst an der Netzneutralität festhalten möchte. Dabei dehnt Facebook seine Erklärung und Stellung sowohl auf das kabelgebundene als auch mobile Web aus. Die mobile Web-Verbindung war in dem Vorschlag von Google und Verizon von sämtlichen Restriktionen über die Inhaltsbevorzugung ausgenommen. Infolge dessen erklärte Facebook nun, dass ein für Investoren offenes Internet für den Markt und den damit verbundenen Wettbewerb unabdingbar ist. Dabei soll nach Aussagen des Social Media Riesen weder dessen Reichtum noch das Marktgewicht Einfluss nehmen können. Nur, wenn diese beiden Faktoren ausgeschaltet werden können, kann auch künftig für einen lebendigen Wettbewerb auf dem Markt gesorgt werden. Facebook ließ bei seinen Erläuterungen aber auch die Rolle der Verbraucher nicht außen vor und bestätigte, dass User auch künftig die größtmögliche Kontrolle über die Inhalte haben sollen. Gleiches gilt für die Dienste, die über die einzelnen Verbindungen zur Verfügung gestellt werden.

Kritiker mehren sich

Doch nicht nur Facebook bedient sich beim Thema der Netzneutralität an doch recht scharfen Worten. Den Kritikern hat sich nun auch die Regulierungsbehörde FCC angeschlossen. Ebenso kritisierte die EFF die Stellung Googles bei diesem Thema. EFF erklärte gegenüber Medien, dass die Regulierer schon heute ausreichend Schaden anrichten. Dabei scheint vor allem ein wachsender Einfluss von einzelnen Größen ein Thema zu sein, mit sich viele weder abfinden können noch wollen. Unabhängig von den derzeitigen Kritiken steht jedoch schon heute fest, dass die Diskussionen um die Netzneutralität auch in den kommenden Tagen, vielleicht auch Wochen anhalten werden. Ebenso verständlich und selbstverständlich ist es, dass sich verschiedene Seiten bei diesem Kernthema kaum auf eine Richtung einigen werden.

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