Der Druck auf den Suchmaschinengiganten Google von Seiten der EU-Kommission wächst weiter. Bereits mehrfach musste sich der Branchenprimus harter Kritik stellen. Immer wieder wurde darauf verwiesen, dass Google die eigenen Angebote in den Suchergebnissen bevorzugt und diese besser rankt als die Dienste der Konkurrenz. Obwohl Google Vorwürfe dieser Art permanent konsequent zurückgewiesen hat, beobachtet die EU-Kommission das Vorgehen der Suchmaschine zunehmend genauer. Nun wird von Brüssel der Druck auf den Internetgiganten erhöht. Die Botschaft der EU-Kommission ist deutlich. So soll Google die Konkurrenz in Zukunft besser in den Suchergebnissen listen als dies bislang der Fall ist. Wie betont wurde, muss der Suchmaschinenriese in Zukunft die Angebote von Seiten der Wettbewerber prominenter in den Suchanzeigen listen als dies bislang zu erkennen ist. Betroffen von dieser Forderung ist selbstredend auch die Reisebranche, die in der Vergangenheit häufig unter besonderer Beobachtung stand.

Vorschläge gefordert

Von Seiten der EU-Kommission wurde erklärt, dass Google bereits in den nächsten Wochen Vorschläge präsentieren muss, durch die verdeutlicht werden soll, wie der Suchmaschinenbetreiber in Zukunft die Angebote von Konkurrenten bei der Online-Suche fair anzeigen will. Joaquín Almunia, Wettbewerbskommissar der EU, gab in Brüssel bekannt, dass man Google dazu aufgefordert habe, Zugeständnisse einzugehen. Um die Bedenken von Seiten der Kommission ausräumen zu können, muss Google auf das Schreiben und die damit verbundenen Forderungen reagieren. Der Vorwurf gegen den Branchenprimus ist jedoch nicht neu. Demnach soll Google Ergebnisse manipuliert und die Angebote von anderen Suchdiensten vorsätzlich auf den unteren Rängen positioniert haben. Nur wenn Google einlenkt, sei schließlich auch die Kommission bereit dazu, das laufende Verfahren gegen den Suchmaschinenbetreiber einzustellen.

Hohe Strafen

Geht Google auf die Forderungen nicht ein, muss das Unternehmen mit hohen Strafen rechnen. Diese können bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes ausmachen. Wie von Seiten der Brüsseler Wettbewerbshüter bekannt wurde, wird derzeit davon ausgegangen, dass sich die Beschwerden von den Mitbewerbern gegen den Marktführer erhärtet haben. Almunia unterstrich nicht zuletzt deswegen zuletzt, dass man darüber besorgt sei, dass Konkurrenten durch die Praxis von Google benachteiligt werden. Google reagierte offenbar umgehend auf die Berichte von der EU-Kommission und erklärte, dass man die Argumente aus Brüssel prüfen werde. Auch weiterhin ist unklar, wie Google auf diese reagieren wird. Seit Beginn der EU-Untersuchung hat der Wettbewerb alles in allem aber stark zugenommen. Die Untersuchung von Seiten der EU begann vor zwei Jahren und sorgte in Sachen Wettbewerb für entsprechende Diskussionen in der Onlinebranche. Von der EU werden mittlerweile vier Vorwürfe erhoben.

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