SEO ist beliebt und bekannt – keine Frage, doch nicht alle nutzen die Maßnahmen für die Zwecke, für sie eigentlich gedacht sind. Neben der Black Hat SEO hat sich ein ganz anderer Bereich der Suchmaschinenoptimierung mit den Jahren aufgetan, der bis heute eine eher geringe mediale Bedeutung genießt, jedoch erheblichen Schaden anrichten kann. Die Rede ist von den Cyber-Kriminellen, die sich immer intensiver die Möglichkeiten der SEO zu Nutze machen, um ihre Machenschaften im großen Stil zu betreiben. Internetuser, die ab und an nach brisanten News im Web suchen oder sich über Weltgeschehnisse auf dem Laufenden halten wollen, sind das, was man als die Ziele der Cyber-Kriminellen bezeichnen kann. Doch obwohl die Anwendung der SEO-Werkzeuge bei diesen steigt und sie sich mehr und mehr zur Selbstverständlichkeit entwickeln, scheint das öffentliche Interesse nur gering zu sein. Vielleicht liegt das an der Komplexität der Thematik, vielleicht ist es aber auch schlichtweg die Unwissenheit der Einzelnen. Für uns ist genau das jedoch der beste Grund, um sich einmal genauer mit der Anwendung der SEO durch Cyber-Kriminelle auseinanderzusetzen.

Cyber-Kriminelle setzen auf SEO-Tools

Bereits auf den ersten Blick wird deutlich, dass sich Cyber-Kriminelle an ähnlichen Möglichkeiten der SEO bedienen wie der klassische Experte. So nutzen auch sie die verschiedensten SEO-Tools um neue Trends zu suchen und dadurch die besten Möglichkeiten für die eigene Arbeit zu konkretisieren. Profitieren können sie insbesondere durch Dienste wie Google Trends. Stark nachgefragte Themen lassen sich durch Google Trends immerhin schnell definieren und so finden über diese Dienste auch Cyber-Kriminelle die passenden Anhaltspunkte. Damit ihre Seiten bei Suchanfragen weit oben zu finden sind, füttern sie die Crawler mit den Informationen, die sie erwarten. Sie gehen also ähnlich vor wie jeder SEO-Experte, der im Auftrag eines Kunden unterwegs ist. Aufgrund des guten Rankings erreichen sie täglich hohe Klickzahlen. User, die auf deren Seiten gelangen, werden automatisch auf infizierte Webseiten weitergeleitet. Nicht selten verbreiten Cyber-Kriminelle dadurch gefälschte Antiviren Software.

Die populären Themen

Cyber-Kriminelle müssen selbstredend das sein, was man als up-to-date bezeichnet. Aus diesem Grund arbeiten sie überwiegend mit Themen, die aktuell sind und im Trend liegen. In der Vergangenheit gehörten gerade Nachrichten über VIPs und Naturkatastrophen zu den Favoriten der Cyber-Kriminellen. Aber auch Terroranschläge scheinen optimale Inhalte für sie zu sein. Gefährlich sind die Seiten der Cyber-Kriminellen für User aufgrund ihrer Optik. So wirken sie ab dem ersten Moment wie seriöse Portale. Schon heute scheint klar zu sein, dass die Einbindung von SEO-Maßnahmen bei Cyber-Kriminellen in den kommenden Jahren stark zunehmen wird.

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