Im Online Marketing sind Messmethoden von essentieller Bedeutung. Nur wenn es gelingt, den Erfolg oder eben auch Misserfolg einzelner Methoden zu messen, wird die Möglichkeit bestehen, eine Strategie so zu perfektionieren, dass maximale Erfolge erzielt werden. Dabei stellt die Messung verschiedener Maßnahmen auch eine der größten Herausforderungen dar. Die Auswahl der richtigen Instrumente und die optimale Vorgehensweise lassen manch einen Einsteiger bereits in Wanken geraten. Lange Zeit waren es vor allem die Cookies, die als beliebtestes Messinstrument galten. Doch dieses Bild hat sich in den letzten Jahren gewandelt. Mittlerweile befinden sich Cookies bei vielen auf dem Abstellgleis. Zu Recht. Immerhin wird ein Cookie stets je Browser und Gerät gesetzt. Basiert eine Analyse also nur auf diesen Zahlen, sind die Ergebnisse irreführend und können keineswegs als richtungsweisend zur Hand genommen werden.

Anzahl der Geräte ausschlaggebend

In der Tat waren Cookies lange Zeit das Maß der Dinge und das nicht ungerechtfertigt. Doch seitdem Verbraucher in der Regel mehrere internetfähige Geräte besitzen, hat sich dieses Bild gewandelt. Durch die steigende Zahl von Geräten können Cookies nur noch selten die gewünschten Informationen liefern. Internetnutzer haben sich im November und Dezember des letzten Jahres in einem Zeitfenster von mehr als sechs Wochen insgesamt 500 Millionen Atlas-Cookies angeschaut. Lediglich an einem Tag erwies sich die Zuordnung von Mensch und Gerät als doch recht stabil. Dabei waren insgesamt 93 Prozent der Menschen lediglich mit einem Atlas-Cookie verbunden. So war für rund 50 Prozent der Personen eine eins-zu-eins Zuordnung, die zwischen Cookie und Nutzer hätte erfolgen sollen, unterbrochen. Dies wirkte sich in entsprechender Form auf die Messwerte aus, die hinsichtlich Frequenz und Reichweite in der Tat verzerrten.

Auf der Suche nach Alternativen

Angesichts dieser Defizite scheint es verständlich zu sein, dass eine Messung nicht mehr ausschließlich auf Cookies aufbauen kann. Dabei könnten die kleinen „Kekse“ insgesamt schneller vom Silbertablett verschwinden wie erwartet wird, denn die Suche nach Alternativen hat an vielen Stellen bereits begonnen. So gelten derzeit Geräte-IDs und beständige IDs als neue Messwerte, die in die Auswertung verschiedener Strategien einbezogen werden. Sie bieten sich durchaus als Mittel an, um einzelne Kampagnen zu bewerten. Gerade in der mobilen Welt bedarf es schlichtweg neuer Messzahlen, denn nur mit ihnen wird es langfristig möglich sein, Kampagnen und Strategien zu entwickeln, die tatsächlich ankommen. Die Mängel, die mit den Cookies einhergehen, müssen behoben werden, denn nur so wird es langfristig letzten Endes möglich sein, eine gewisse Ausdrucksstärke zu erzielen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Navigation